„Insbesondere sollten Prothesen einmal pro Jahr professionell gereinigt werden“, rät Jochen Birk, Obermeister der Zahntechniker-Innung Württemberg. Wann und ob eine solche Reinigung empfehlenswert ist, kann am besten der Zahnarzt bei der regelmäßigen Kontrolluntersuchung feststellen. In den Meisterlaboren stehen dazu die neuesten Wirbelstrom- oder Ultraschallgeräte zur Verfügung. „Wir können damit auch sehr hartnäckige Beläge sowie Verfärbungen entfernen“, erklärt Harald Prieß, Obermeister der Badener Innung, „und kommen auch an sehr unzugängliche Stellen der Prothesen. Häufig entdecken wir dabei kleine Schäden, die wir in Abstimmung mit dem Zahnarzt und dem Patienten sofort reparieren können.“
Wie die natürlichen Zähne sollten Prothesen oder Teilprothesen zweimal täglich gereinigt werden: nach jedem Essen den Zahnersatz unter fließendem Wasser abspülen und zweimal täglich die Prothese mit einer Prothesenbürste reinigen. Denn auch bei Zahnersatz können sich Zahnbeläge – Plaque – und Zahnstein bilden und Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Hat eine Entzündung den gesamten Mundbereich erfasst, können im schlimmsten Fall sogar Herz und Lunge beeinträchtigt werden.
Wenn Hände oder Finger nicht mehr so beweglich sind oder die Augen schwächer werden, kann eine elektrische Zahnbürste hilfreich sein. So kann das Entstehen von Zahnstein verzögert werden, der sich häufig zwischen Zahn und Zahnersatz bildet, da im Alter meist vermehrt Speichel produziert wird. Karies hingegen spielt bei Patienten ab circa Mitte 50 keine so große Rolle mehr, dafür klagen viele Senioren aber über Beschwerden durch freiliegende Zahnhälse. Sie sind nicht durch Zahnschmelz geschützt und daher besonders hitze- und kälteempfindlich
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