
Diskussionsrunde, von links: Ztm. Peter Schaller, Dr. Ralf Masur und Dr. Florian Breuer im Gespräch mit den Teilnehmern
Schon lange vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung tummelten sich die Teilnehmer im Foyer des Hotels in Unterschleißheim. Bei kühlen Getränken, Kaffee und Gebäck plauderten sie mit Kollegen und informierten sich an den Ständender Dentalfirmen. Vertreten waren die Dental-Firmen Camlog, Straumann, Henry Schein, MeDentUs, Schafflhuber, Medartis, Serag Wiessner, Helmut Zepf, Meisinger, C.Hafner und Solutio, die die Veranstaltungen des Implantatzentrums regelmäßig unterstützten.
Implantologie und Team
Nach der traditionellen Begrüßung durch Dr. Ralf Masur folgte der erste Vortrag, zum Thema „Prothetische und zahntechnische Richtlinien für komplexe Implantatversorgungen“. PD Dr. Katja Nelson aus Freiburg beschäftigt sich seit zehn Jahren mit sehr extremen implantologischen Fällen. Die meisten der Patienten sind zahnlos. Sie behandelt sehr viele Unfall- und Tumorpatienten. Sie zeigte in ihrem Vortrag, wie man mit Hilfe von Richtlinien erfolgreich zum Ziel kommt. Sie erklärte, dass besonders die rote Ästhetik in der Totalprothetik wichtig ist, da bei den meisten Patienten beim Lachen und Sprechen große Teile der Gingiva, bei manchen auch die Papillen, bis in den Molarenbereich sichtbar sind. In ihren Kriterien kommen demnach an erster Stelle der Zahn, dann die Gingiva und dann die Papille.
„Bei festsitzendem Zahnersatz kann man besonders gute Ergebnisse mit rosa Keramik erzielen. Der Patient hat wieder sein natürliches Lächeln“, erklärte Dr. Nelson dem Publikum und veranschaulichte ihre Vorgehensweise anhand zahlreicher Patientenbilder und Vorher- Nachher-Beispiele.
Nach der Kaffee-Pause folgten die Referenten Dr. Florian Breuer und Ztm. Peter Schaller mit ihrem Vortrag. Die beiden sind nicht nur bei der gemeinsamen Arbeit ein eingespieltes Team, sondern überzeugten die Zuhörer auch mit ihrem kurzweiligen Vortrag, der passend zu München mit traditionellen Bildern und Klängen aus ihrer bayerischen Heimat begann. „Metallfreie Versorgungen auf Implantaten im Vergleich zur Metallkeramik“ war ihr Thema, „Das ultimative Behandlungskonzept: der begeisterte Patient“ das Motto und Erfolgsrezept für ihre Arbeit. In Unterschleißheim erklärten die beiden ihr Behandlungskonzept anhand von ausführlichen, bildreichen Dokumentationen von verschiedenen Vollkeramik-Versorgungen im Frontzahnbereich. Dabei handelte es sich oftmals um junge Patienten, die einen oder mehrere Zähne durch ein Trauma verloren haben.
Kommunikation ist alles!
Das war die Kernaussage des Vortrags von Kerstin Tamm. Kommunikation beginnt demnach im Praxisteam und hat eine bedeutende Wirkung nach außen. Entsprechend sollte das ganze Team geschult werden, wie es miteinander umgeht und Konflikte vermeidet. „Zwischenmenschliche Kommunikation gleicht einem Eisberg“, erklärte sie dem Publikum, „80 Prozent verläuft unbewusst bzw. unsichtbar.“
Patientenwünsche und Lösungen
Die Gastgeber Dr. Ralf Masur und Jan Märkle vom Implantatzentrum Unterschleißheim zeigten sichere Implantatlösungen bei schwierigsten Ausgangssituationen anhand von Fallbeispielen aus ihrer Praxis. Im Zentrum steht dabei der autologe Knochen. Eigener Knochen hat gegenüber Knochenersatzmaterialien den Vorteil, dass er das Gebiet um Implantate perfekt „trainiert“, schneller heilt, höhere Sicherheit bietet und für größeren Langzeiterfog sorgt. Der Teamvortrag begeisterte mit vielen Antworten und Lösungsansätzen, anhand von bildreichen dokumentierten Patientenfällen.
Wie jedes Jahr war es wieder eine gelungene Veranstaltung, welche alle Teilnehmer bis zur letzten Minute auskosteten. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, am Buffet mit Kollegen zu plaudern oder mit den Referenten zu diskutieren.