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11.01.12 14:53

Der Rebell aus Mainz

Meine erste Begegnung mit Manfred Heckens war bei der abendlichen Firmenveranstal­tung während einer Dental­schau. Er stand auf dem Podium – und zupfte an der Bassgitarre. Das gastgebende Unternehmen freute sich über ihren musikalischen Kunden, und der freute sich, aufspielen zu können.

Den Plan, Rockmusiker zu werden, hat Manfred Heckens schnell aufgegeben, aber ab und zu greift er gern zum Mikrophon oder zur Gitarre

Den Plan, Rockmusiker zu werden, hat Manfred Heckens schnell aufgegeben, aber ab und zu greift er gern zum Mikrophon oder zur Gitarre

 

Nun, wer Manfred Heckens auf dem berufspolitischen Parkett erlebt hat, weiß, dass von dem Mainzer auch weniger melodische Töne kommen können. Er taugt nicht eben zum „Everybody’s Darling“, gehört nicht zu den stromlinienförmigen, angepassten Vertretern des Berufstandes. Heckens, der seit 1995 als Obermeister die Innung Rheinland-Pfalz führt, ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, seinen Standpunkt zu vertreten. Je nach Situation und Gesprächspartner greift der eloquente Rheinhesse zum verbalen Florett oder auch zum Säbel.

Doch Manfred Heckens Engagement und Leidenschaftlichkeit erschöpfen sich nicht im standespolitischen Tun, er ist immer noch gerne Zahntechniker „an der Front“, Unternehmer und ein Genießer. „Am Rhein geboren zu sein heißt, in der Fülle des Lebens zu stehen“ – den Satz seines Landsmanns, des Schriftstellers Carl Zuckmayer, würde er sofort unterschreiben. Die Nähe zu dem Dichter ist auch geografisch gegeben: So lebt Manfred Heckens in Nackenheim, dem Geburtsort von Carl Zuckmayer. Wer in einem idyllisch zwischen Weinbergen und dem Rhein gelegenen Ort wohnt, dem glaubt man sofort, wenn er sagt, in seinem Leben niemals Bier getrunken zu haben…

Die Wirkungsstätten des Obermeisters und des zahntechnischen Unternehmers sind im nahen Mainz. Dort, in einem liebevoll restaurierten Patrizierhaus, ist das Heckensche Labor untergebracht. In der Heimatstadt Mainz machte Manfred Heckens auch die ersten Erfahrungen mit der Zahntechnik: Im bekannten Labor Wilhelm Kimmel absolvierte er, Jahrgang 1949, seine Lehrzeit. Nach der Bundeswehrzeit, die er bei einer Sanitätseinheit an verschiedenen Stützpunkten verbrachte, arbeitete er bei einem Rüsselsheimer Labor, legte in Trier die Meisterprüfung ab und machte sich 1976 selbstständig – in einer Zeit, als sich die Innovationen beschleunigten und die sozialliberale Koalition das Gesundheitswesen ausbaute. Lesen Sie den ganzen Artikel im dental-labor, Ausgabe 1/2012!

Kategorie: 1/2012

 

 
 

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