Immer häufiger wünschen sich Patienten ein strahlendes Lächeln und weiße Zähne, denn ein attraktives Äußeres gilt heutzutage als Symbol für sozialen Erfolg. Einen nicht unerheblichen Teil tragen hierzu auch die Titelseiten großer Zeitschriften bei, auf denen schöne, erfolgreiche Menschen mit einem makellosen Lächeln als Vorbild dienen.
Ausgangssituation
Auch unser Patient konsultierte uns mit dem Wunsch nach einem perfekten Lächeln. Die Ausgangssituation war alles andere als ideal. Der Patient hatte eine Hypodontie – die seitlichen Schneidezähne waren nicht angelegt. Außerdem waren die Zähne stark verfärbt.
Erschwerend kam hinzu, dass der Zahn 13 zwischen den Zähnen 14 und 11 lag. Da für den Patienten eine lange Therapiezeit nicht infrage kam, war eine langwierige orthodontische Behandlung keine Option. Zudem wäre auch auf diesem Weg ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis ohne Modifikation der anderen Frontzähne nur sehr schwer zu erzielen gewesen.
Restaurative Planung
Die Planungsphase ist ein wichtiger Abschnitt der Behandlung. Sie erlaubt uns, das angestrebte ästhetische Ergebnis anhand einer klar geplanten Abfolge von Arbeitsschritten zu erreichen. Wir können vorausschauend arbeiten und müssen in den meisten Fällen nicht auf unerwartete Situationen reagieren. Dank der gezielten Arbeitsweise können Abstriche in Bezug auf das Behandlungsziel während der Behandlung vermieden werden.
Im beschriebenen Fall war der Platzmangel im ersten Quadranten das Hauptproblem. Zahn 13 stand an der Stelle von Zahn 12. Nach einer umfangreichen Planung und der Absprache mit dem Patienten sowie dem Zahntechniker entschieden wir uns für eine Versorgung aus zwei Brücken und einer Krone, hergestellt mit der hochfesten Lithium-Disilikat (LS2)-Glaskeramik IPS e.max Press.
Bei der Präparation von Zahn 13 sollte der distale Bereich des zervikalen Präparationsrands unter den Gingivarand gelegt werden. Ziel war es, den Zahnhals etwas zu verkleinern und die Lücke so optisch zu vergrößern.
Der Zahn 14 war im mesialen Bereich sehr voluminös, weshalb hier etwas Schmelzsubstanz abgetragen werden konnte ohne dabei zu invasiv zu agieren. Mit dieser überlegten Präparation sollte im ersten Quadranten ausreichend Platz geschaffen werden. Eine Alternative wäre eine leicht vestibuläre Verschiebung der Zähne gewesen.
Im zweiten Quadranten stellte sich die Situation umgekehrt dar: Die Lücke war zu groß, um eine ästhetische Rekonstruktion von Zahn 22 einzugliedern. Die mittleren Schneidezähne waren etwas stärker ausgeprägt, gerade und schön geformt. Lesen Sie den ganzen Artikel im dental-labor, Ausgabe 1/2012!